AIK
Akiv im Kiez e.V.
Bürgertreff (Kiezrat)

 

Offener Bürgertreff (Kiezrat) im SprengelHaus

Aktiv im Kiez zu sein, ist eine Bitte an alle Mitbewohner, ihren Kiez zu pflegen,
Hilfestellungen jeder Art anzubieten und ein friedliches Miteinander zu
leben. Ihre Ideen und Ihre Mitarbeit sind uns immer willkommen!

Jeden letzten Freitag im Monat lädt der AiK e.V. alle Mitglieder des AiK und
alle BürgerInnen zum offenen Bürgertreff in den Nachbarschaftsladen im
SprengelHaus ein.


Hier sprechen wir von 19.00 bis 21.00 Uhr über Probleme und Aktivitäten
im Sprengelkiez und suchen gemeinsam nach Lösungen, die wir dann
gemeinsam umsetzen.


Alle Menschen im Kiez sind herzlich eingeladen.
Wann: jeden letzten Freitag des Monats
Zeit: ab 19.00 Uhr
Wo: Nachbarschaftsladen im SprengelHaus
Kontakt:
Siemen Dallmann, Tel. 0176 / 248 250 83
Nachbarschaftsladen, Tel. 030/459 773 08
e-mail: aktivimkiez@web.de



Dieses Angebot wird durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit
Gemeinsam im Stadtteil e.V. ermöglicht.

 

Einladung zum Treff
„Aktiv im Kiez“
am Freitag, den 24. September 2010,
um 19.00 Uhr,
im SprengelHaus, Sprengelstraße 15


Kiezkonferenz im Sprengelkiez

 

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

zahlreiche Menschen bei uns im Kiez sind vom Ausschluss vom Arbeitsmarkt bedroht oder betroffen. Damit zusammenhängend sind viele kaum noch in soziale Netze eingebunden bzw. aus sozialen Zusammenhängen ausgeschlossen. Dies betrifft auch Rentnerinnen und Rentner sowie etliche Jugendliche und Kinder bei uns im Kiez, wir sitzen alle in einem Boot. Ein lebendiger und lebenswerter Kiez, braucht  aber gerade diese Menschen. Lasst uns die Ruder und auch das Steuer in die Hand nehmen, damit wir gemeinsam die Richtung mitbestimmen in die unser Boot fahren soll.

Wir wissen wo es Probleme gibt im Kiez und wir haben ein großes Interesse daran sie zu lösen, damit es im Sprengelkiez lebenswert bleibt oder sogar noch besser wird. Wir leben hier und können nicht so einfach den Kiez wechseln.  Nur Meckern reicht hier nicht mehr aus, packen wir es an, gehen wir zur Kiezkonferenz und reden mit,  was bei uns im Kiez passieren soll.

Das freiwillige Engagement und die Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger sind notwendig, um sich für ihr Gemeinwesen vor Ort (Sprengelkiez) einzusetzen, um der Vereinzelung und auch der Vereinsamung entgegenzuwirken und Gemeinsinn zu stiften

Nur Gemeinsam können wir unseren Kiez lebenswerter machen, wir sind die Fachfrauen-und Männer vor Ort.

 

Was sagt die Statistik über unseren Sprengelkiez?

Der „Sprengelkiez“ (QM gebiet Sparrplatz–Wedding) ist ein innenstadtnahes gründerzeitliches Berliner Altbauquartier. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit der (18 bis 60jährige von rd. 18%, davon Langzeitarbeitslose rund 15%, Jugendliche rund 9%), einen hohen Ausländeranteil 41%,und 16% Deutsche mit Migrationshintergrund, Kinderarmut 68,5%, Altersarmut 12,8%, Aufstocker 23,4%. Das Monitoring Soziale Stadt (2008) beschreibt die Entwicklung im Programmgebiet wie folgt:  Insgesamt wird für das Gebiet die unterste Kategorie der Entwicklungsindikatoren festgestellt. Damit gehört der Sprengelkiez weiterhin zu den Quartieren, in denen bereits eine hohe Problemdichte besteht und die Situation sich weiter verschärfen wird.

 Viele von uns würden nie oder wenigstens nicht so schnell den Kiez verlassen wollen.  Also muss es doch was geben, was uns trotz der schlechten Prognosen von Untersuchungen und Statistiken hier hält. Sorgen wir doch dafür das es zu keinen weiteren Einsparungen in der Kinder und Jugendarbeit kommt. Auch müssen unsere Grundschulen genug Räume zu Verfügung haben, damit man auch den Bildungsauftrag erfüllen kann. Verhindern wir dass es in der Seniorenarbeit zu Einsparungen kommt.
Fangen wir doch bei uns im Kiez an, treffen wir uns auf der Kiezkonferenz am 18. September in der Baptistenkirche Wedding in der Müllerstraße 14a, nähe Arbeitsamt. Vielleicht kann hier nicht alles zu unserer Zufriedenheit besprochen werden, aber wenn wir am Ball bleiben und immer wieder nachhaken, wird sich was ändern. Wenn wir aber zu Hause nur darauf warten, dass sich was ändert, warten wir in 10 Jahren noch.
Unter
www.fotos.web.de/siedall gibt es Fotos wo ich mal versucht habe die guten Gründe, im Kiez zu bleiben und sich für seinen Kiez stark zu machen, einzufangen. Fotos die einen gefallen kann und darf man kostenlos für private Zwecke herunterladen. Ich hoffe wir sehen uns am 18. September auf der Kiezkonferenz.

Gruß Siemen Dallmann
 

 


 


Volksbegehrens

„Schluss mit Geheimverträgen – Wir Berliner wollen unser Wasser zurück“

 

1999 wurden die Berliner Wasserbetriebe zu 49,9% an RWE Aqua und Veolia Wasser verkauft – die größte Teilprivatisierung in Europa. Die traurige Bilanz: Arbeitsplätze werden abgebaut, Wasserwerke geschlossen und im internationalen Städtevergleich zahlen wir mit die höchsten Wasserpreise. Ursache dieses Übels sind Geheimverträge mit unverschämt hohen Gewinngarantien, die zu Lasten von uns Bürgerinnen und Bürgern abgeschlossen worden sind.

Solange die Geheimverträge nicht angefochten werden, bestehen die Konzerne RWE Aqua und

Veolia Wasser auf ihre vertraglich garantierten Gewinne. Daher ist die Offenlegung der Geheimverträge von zentraler, strategischer Bedeutung.

 

Damit ihr wisst, worum es geht: Der Gesetzestext des Volksbegehrens

 

„Gesetz für die vollständige Offenlegung von Geheimverträgen zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe“

§ 1 Offenlegungspflicht

1. Alle Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden, die im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe stehen und zwischen dem Land Berlin und den privaten Anteilseignern geschlossen worden sind, sind gemäß § 2 dieses Gesetzes vorbehaltlos offen zu legen. Satz 1 wie die folgenden Rechtsvorschriften gelten auch für zukünftige Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden.

2. Von der Offenlegung ausgenommen sind personenspezifische Daten natürlicher Personen.

3. Das Vorliegen des Ausnahmevorbehalts des Absatzes 2 wird vom Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit festgestellt. Er ist berechtigt, die entsprechenden Daten zu schwärzen.

§ 2 Bekanntmachungen

Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt unmittelbar nach Abschluss der Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden im Amtsblatt für Berlin. Zusätzlich sind die Dokumente des Satzes 1 auf dem Eingangsportal des Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Satz 1 und 2 gelten für bereits abgeschlossene Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden entsprechend.

§ 3 Zustimmungs- und Prüfungspflicht

Alle Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden gemäß § 1 dieses Gesetzes sowie Änderungen bereits bestehender Verträge, die den Haushalt Berlins auch hinsichtlich möglicher zukünftiger Folgen im weitestgehenden Sinne berühren könnten, bedürfen der Zustimmung des Abgeordnetenhauses von Berlin. Bestehende Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden bedürfen einer eingehenden, öffentlichen Prüfung und öffentlichen Aussprache durch das Abgeordnetenhaus unter Hinzuziehung von unabhängigen Sachverständigen. Für die Prüfung der Verträge ist dem Abgeordnetenhaus eine Frist von

mindestens sechs Monaten einzuräumen.

§ 4 Unwirksamkeit

Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden, die nicht im Sinne dieses Gesetzes abgeschlossen und offen gelegt wurden, sind unwirksam. Bestehende

Verträge sind unwirksam, wenn sie innerhalb von einem Jahr nach Inkrafttreten dieses Gesetzes nicht offen gelegt werden.

§ 5 Inkrafttreten

Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin in Kraft.

 

Am 6. Okt. 2009 hat der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin den Antrag auf Zulassung des

Volksbegehrens für zulässig erklärt. Seit Wochen stehen alle in den Startlöchern, und nun ist es endlich so weit: In einer Frist von vier Monaten müssen über 170.000 gültige Unterschriften gesammelt werden. Mit der Hilfe vieler Sammlerinnen und Sammler hoffen wir auf einen Schneeballeffekt, wenn immer mehr Menschen unser Anliegen teilen und ihrerseits selbst zur Sammlung beitragen. Jeder kann bei sich im Haus mit einer Unterschriftenliste seine Nachbarn um Unterstützung mit einer Unterschrift bitten. Der Bürgerverein „Aktiv im Kiez e.V.“ unterstütz das Volksbegehren weil wir der Meinung sind, dass wir Menschen im Sprengelkiez auch von den Wasserpreisseigerungen betroffen sind. Wir bitten euch alle unterstützt mit eurer Unterschrift das Volksbegehren. Wer unterschreiben möchte kann dies Mo. – Fr. in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr auf dem Leopoldplatz tun, oder täglich im Nachbarschaftsladen in der Sprengelstraße 15. Wer weitere Infos braucht oder Unterschriftslisten kann gerne zu uns in den Nachbarschaftsladen kommen.

Aktiv im Kiez  e.V. wird nach den Sommerferien die beiden Filme „Wasser unterm Hammer“ und „David gegen Goliat“ im Kiez zeigen. Der erste Film beschäftigt sich mit der Privatisierung von Wasser und ihre Auswirkungen für die Bevölkerung an Beispielen in Berlin und London und anders wo. Der zweite Film zeigt an hand eines Beispiels aus der USA, wie Nachbarn ihr Wasserwerk zurück  vordern und dafür kämpfen. Wir werden hierzu auch jemand vom Wassertisch einladen, der unsere Fragen zur Privatisierung und den Volksbegären beantworten kann.


 

 

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